Favorit tut sich lange schwer – HG Frauen gewinnen am Ende deutlich

HG Königshofen/Sachsenflur – SV Salamander Kornwestheim II 34:25 (17:14)

In der Landesliga-Partie der Frauen setzte sich die HG Königshofen/Sachsenflur am Samstagabend, 24. Januar 2026, 18.00 Uhr gegen die zweite Mannschaft des SV Salamander Kornwestheim mit 34:25 durch. Ausgehend von der Tabellenkonstellation ging der verlustpunktfreie Tabellenführer als klarer Favorit in die Begegnung gegen die Reserve des Oberligisten.

Doch die Gastgeberinnen machten sich das Leben von Beginn an selbst schwer. Trotz gut herausgespielter Chancen aus der Vorwärtsbewegung sowie aus dem Positionsangriff ließ die HG zahlreiche klare Torchancen ungenutzt. Vor allem aus dem Tempospiel heraus hätte man frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können, stattdessen wurden die Gäste dadurch im Spiel gehalten. Bis zur 15. Minute blieb die Partie beim Stand von 6:6 völlig offen.

Erst Mitte der ersten Halbzeit gelang es den Taubertälerinnen, sich kurzzeitig abzusetzen. Innerhalb weniger Minuten zog der Favorit auf 11:7 davon (19. Minute). In dieser Phase stabilisierten sich sowohl das Abwehrverhalten als auch das Angriffsspiel der HG-Frauen. Dennoch musste man mit einem aus HG-Sicht ernüchternden 17:14-Pausenstand leben.

Bereits zur Halbzeitpause zeichnete sich ab, dass das sonstige Prunkstück der HG – die Defensive – an diesem Tag nicht ihren besten Auftritt hatte. Die Kornwestheimerinnen kamen immer wieder über ihre Kreisläuferin oder von der Siebenmeterlinie zum Torerfolg, da die Abwehr der Gastgeberinnen häufig einen Schritt zu spät agierte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verkürzten die Gäste aus der Region Stuttgart den Spielstand schnell auf 17:16. In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich die HG nicht entscheidend absetzen konnte. Kornwestheim blieb hartnäckig und erzielte in der 47. Minute sogar den Ausgleich zum 24:24.

In den darauffolgenden 14 Minuten zeigte der Tabellenführer dann jedoch seine physische Überlegenheit, sowie die größere individuelle Qualität. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die HG-Frauen die Kontrolle und erzielten Tor um Tor. Bis zur 59. Minute hatten sich die Gastgeberinnen einen deutlichen Vorsprung von 34:24 herausgespielt. Vor allem das schnelle Umschaltspiel und das effektive Kleingruppenspiel im Positionsangriff stellten die Gäste nun vor unlösbare Aufgaben.

Beim Stand von 34:25 beendete das souverän leitende Schiedsrichtergespann O. Winter/Bergel die Partie. Trotz des deutlichen Endergebnisses machten sich die HG-Frauen das Spiel unnötig schwer. Mit insgesamt neun Zeitstrafen agierte man häufig in Unterzahl, was der Tabellenachte phasenweise geschickt auszunutzen wusste.

Der klare Sieg fiel am Ende etwas zu hoch aus und schmälert die engagierte Leistung der Gästemannschaft, die dem Spitzenreiter über weite Strecken der Partie Paroli boten.

Es spielten:

Rita Lider (Tor), Nika Engert (Tor), Sandra Petrovska, Lena Ruppert (3), Sophia Fürst (8/1), Laura Eckert (2), Nora Fischer (1), Kiara Quenzer , Lena Übelacker, Sophia Bärlein (3), Melina Frank (1), Kira Schneider, Anna Winkler (6), Franziska Lang (10)