Im letzten Heimspiel der Verbandsrunde 2025/26 bot die HG Königshofen/Sachsenflur ihren zahlreich erschienenen Fans eine eindrucksvolle, hochklassige und zugleich emotionale Abschiedsvorstellung. Obwohl die Meisterschaft für die Taubertälerinnen bereits seit zwei Wochen, nach dem souveränen Erfolg in Großbottwar feststand, war der Wille unübersehbar, sich mit einer dominanten und begeisternden Leistung vom Heimpublikum zu verabschieden.
Dabei begann die Partie furios und gingen bereits in der 2. Minute mit 2:0 in Führung. Mit beeindruckender Entschlossenheit, enormem Tempo und wachsender spielerischer Präzision übernahmen die „Roten“ umgehend die Kontrolle. Bereits in der 7. Minute hatte die HG das Spiel im Griff und erarbeitete sich eine deutliche 7:1-Führung.
In der Folge demonstrierten die HG-Mädels eindrucksvoll jene Qualitäten, die sie über die gesamte Saison hinweg ausgezeichnet hatten: eine kompakte, aggressive Abwehrarbeit, eine blitzschnelle Vorwärtsbewegung und ein variables, ideenreiches Angriffsspiel. Immer wieder wurden Ballgewinne konsequent in Tempogegenstöße umgemünzt. Dahinter präsentierte sich Torhüterin Nika Engert in überragender Verfassung und gab ihrer Mannschaft mit zahlreichen Paraden zusätzlichen Rückhalt. Mit sechs gehaltenen Strafwürfen zog sie den gegnerischen Angreiferinnen den Zahn über die gesamte Spielzeit.
Der Tabellenzweite aus dem nördlichen Landkreis Ludwigsburg wirkte zunehmend überfordert. Im Positionsangriff fanden die Gäste kaum Lösungen gegen die aufmerksame und bewegliche Defensive der HG-Frauen, sodass klare Torchancen Mangelware blieben. Beim Spielstand von 15:3 in der 20. Minute war die spielerische und physische Dominanz des frisch gekrönten Meisters bereits unübersehbar.
Den Gästen blieb in dieser Phase oft nur, den Ball möglichst lange in den eigenen Reihen zu halten, um weitere Ballverluste zu vermeiden, doch selbst das gelang nur bedingt. Zu konsequent nutzten die Gastgeberinnen jede sich bietende Gelegenheit, um den Vorsprung weiter auszubauen.
Nach 30 Minuten pfiff das gut leitende Schiedsrichtergespann Bergel/O. Winter zur Halbzeit und erlöste den TSV Bönnigheim 2 vor dem anhaltenden Angriffswirbel der HG-Frauen. Beim deutlichen Zwischenstand von 20:8 verlief die Halbzeitansprache des Trainerteams entsprechend ruhig und zufrieden. Dennoch war die Marschroute klar formuliert: Trotz komfortabler Führung sollte das Tempo hochgehalten und die spielerische Linie konsequent fortgesetzt werden.
Bis zur 35. Minute (22:12) hielten die HG-Mädels ihren komfortablen Zehn-Tore-Vorsprung zunächst souverän. In der Folge schlich sich jedoch eine kurze, spürbare Schwächephase ein: Im Angriff fehlte zeitweise die letzte Konsequenz, mehrere hochkarätige Chancen blieben ungenutzt, und auch in der Defensive ließ die zuvor so griffige Abstimmung etwas nach. Gegen die nun deutlich mutiger und engagierter auftretenden Angreiferinnen des TSV Bönnigheim fehlte phasenweise der Zugriff.
So gelang es den Gästen, den Rückstand bis zur 42. Minute auf 23:18 zu verkürzen und das Spiel noch einmal kurzzeitig offener zu gestalten. Die Reaktion der Gastgeberinnen ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Eine gezielte Team-Time-out-Ansprache brachte die Meister-Mädels zurück zu ihren Stärken – mit klarem Fokus, erhöhter Intensität und der gewohnten strukturierten Spielweise.
In der Folge fand die HG Königshofen/Sachsenflur wieder zu ihrem dominanten Rhythmus zurück. Die Abwehr agierte erneut kompakt und aufmerksam, während im Angriff die Durchschlagskraft und Variabilität zurückkehrten. Bis zur 48. Minute wuchs der Vorsprung wieder deutlich auf 27:19 an.
Ein energischer, entschlossener Schlussspurt unterstrich schließlich noch einmal die Kräfteverhältnisse: Mit einem beeindruckenden 5:0-Lauf setzten die Gastgeberinnen ein klares Ausrufezeichen und stellten die Weichen endgültig auf Sieg. In der 57. Minute erzielte die HG das 32:21 und ließ keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie.
Den Schlusspunkt setzte zwar der Tabellenzweite, doch beim Endstand von 32:22 war der souveräne Erfolg der HG Königshofen/Sachsenflur nie ernsthaft in Gefahr. Im Anschluss verwandelte sich die Tauber-Franken-Halle in eine stimmungsvolle Feierkulisse, in der Mannschaft und Fans gemeinsam den gelungenen Heimabschluss und die verdiente Meisterschaft ausgelassen zelebrierten.
Nun steht noch eine dreiwöchige Pause an, bevor im letzten Auswärtsspiel (02.05.2026) gegen das Tabellenschlusslicht SG Heuchelberg der offizielle Schlusspunkt unter eine herausragende Verbandsrunde gesetzt wird, ehe es für die Taubertälerinnen in die wohlverdiente Sommerpause geht.
Aliyah Quenzer (Tor), Nika Engert (Tor), Sandra Petrovska, Lena Ruppert (1), Sophia Fürst (8) Laura Eckert (2), Jule Graser, Nora Fischer (2), Luisa Ballweg (2), Kiara Quenzer, Sophia Bärlein (6), Demi Wolf, Kira Schneider (1), Anna Winkler (6), Franziska Lang (4/1)
