Am Samstagabend kam es in der gut gefüllten Walter-Hohmann-Halle zum mit Spannung erwarteten Derby zwischen der HSG Odenwald-Bauland und dem weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer HG Königshofen/Sachsenflur. Die Gastgeberinnen rangierten vor der Partie mit 14:12 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz, während die Taubertälerinnen mit einer makellosen Bilanz von 26:0 Punkten die Tabelle anführten. Trotz des deutlichen 13-Tore-Erfolgs im Hinspiel reiste die HG mit der nötigen Konzentration und Respekt vor dem Gegner an, denn die Spielgemeinschaft aus Odenwald-Bauland hatte in dieser Saison bereits mehrfach mit überraschenden Ergebnissen aufhorchen lassen.

Von Beginn an präsentierten sich die Gäste jedoch äußerst fokussiert und zielstrebig. Mit einer stabilen, gut abgestimmten Abwehrarbeit, schnellem Umschaltspiel sowie variablen Positionsangriffen setzte die HG früh ein deutliches Zeichen. Bereits nach fünf Minuten führten die Taubertälerinnen mit 4:0 und unterstrichen damit ihre Ambitionen, auch auswärts schnell klare Verhältnisse zu schaffen.
Ein Team-Time-Out der Gastgeberinnen in der achten Minute beim Stand von 2:5 sollte den frühen Sturmlauf der HG unterbrechen. Doch diese Maßnahme zeigte kaum Wirkung. Die Gäste setzten ihre spielerische Überlegenheit konsequent fort, während die HSG in dieser Phase sichtlich Mühe hatte, Lösungen gegen das kompakte Defensivbollwerk der HG zu finden. Hinter der starken Abwehr zeigte Torhüterin Nika Engert erneut eine überzeugende Leistung und entschärfte zahlreiche Würfe der Gastgeberinnen.

In der 14. Minute verstummte die Halle kurzzeitig, als die HG Königshofen/Sachsenflur ihre Führung auf 11:2 ausbaute. Besonders erfreulich aus Sicht der Gäste war dabei die hohe Konzentration im Abschluss. Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Begegnungen gingen die HG-Mädels diesmal äußerst effizient mit ihren herausgespielten Chancen um und vermieden unnötige Ballverluste.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte die HG auf 17:5 und ging damit mit einem komfortablen Vorsprung in die Pause. Entsprechend ruhig verlief auch die Kabinenansprache: Man wollte weiterhin konzentriert bleiben, das Tempo hochhalten und zugleich den großen Kader nutzen, um auch den Perspektivspielerinnen wertvolle Einsatzzeit zu geben.

Im zweiten Durchgang gelang es den Gästen zunächst, den deutlichen Abstand konstant zu halten. Beim Stand von 23:12 in der 44. Minute sowie 26:14 in der 51. Minute betrug der Vorsprung weiterhin zwölf Tore. Die HSG Odenwald-Bauland fand nun etwas besser in die Partie und kam vor allem durch individuelle Aktionen sowie zugesprochene Strafwürfe zu weiteren Treffern.
Am klaren Spielverlauf änderte dies jedoch nichts mehr. Der 19:28 Auswärtssieg der HG Königshofen/Sachsenflur geriet zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. Die Gastgeberinnen kämpften engagiert, mussten jedoch letztlich die individuelle Qualität, die körperliche Präsenz sowie die mannschaftliche Geschlossenheit der Gäste anerkennen.
Den Schlusspunkt setzte schließlich Perspektivspielerin Luisa Ballweg, die an diesem Abend sowohl in der Defensive als auch im Angriff mit viel Einsatz und Durchsetzungsvermögen überzeugte und wichtige Akzente setzen konnte.

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg war erneut die bemerkenswerte Ausgeglichenheit im Kader der HG Königshofen/Sachsenflur. Das Team präsentierte sich einmal mehr als geschlossenes Kollektiv, aus dem heraus von nahezu jeder Position Torgefahr entsteht – ein Umstand, der gegnerische Abwehrreihen vor große Herausforderungen stellt und sich auch in der breiten Verteilung der Torabschlüsse widerspiegelt.
Am kommenden Wochenende empfangen die Taubertälerinnen den Tabellenvorletzten TB Richen (4:16 Punkte) in der Tauber-Franken-Halle. Mit einem weiteren Erfolg könnten die HG-Mädels ihrem großen Ziel, der Meisterschaft, erneut einen wichtigen Schritt näherkommen.
Es spielten: Aliyah Quenzer (Tor), Nika Engert (Tor), Sandra Petrovska, Lena Ruppert (1), Sophia Fürst (5/1), Laura Eckert, Luisa Ballweg (5), Lena Übelacker (2), Kira Schneider, Kiara Quenzer, Sophia Bärlein (5), Nora Fischer , Demi Wolf, Anna Winkler (5/1), Franziska Lang (5)
