Die Handballmacht im Taubertal.

Große Gastfreundschaft erlebt HG Königshofen/Sachsenflur in Ungarn zu Gast

Große Gastfreundschaft erlebt HG Königshofen/Sachsenflur in Ungarn zu Gast

Seit nunmehr 22 Jahren sind die Handballer der HG Königshofen/Sachsenflur mit ihren Handballkollegen aus den ungarischen Städten Pécs und Hosszuheteny befreundet. Seitdem besucht man sich im jährlichen Wechsel. Nachdem die HG im vergangenen Jahr ihre ungarischen Freunde in Königshofen empfangen hatte, reiste man nun über Pfingsten mit einer Gruppe Jugendlicher, insgesamt waren es 32 Teilnehmer, nach Ungarn. Gefördert wurde die Maßnahme vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Beeindruckt zeigten sich die Jugendlichen und ihre Betreuer wieder einmal von der großen Gastfreundschaft der Ungarn. Das Programm stand unter dem Eindruck des Wetters. Viel Regen machte den ein oder anderen Programmpunkt zu Nichte, worauf die Gastgeber schnell und unkompliziert mit neuen Aktionen reagierten.

Bei Kennenlernspielen hatten die Jugendlichen, von denen einige zum ersten Mal bei der Begegnungsmaßnahme dabei waren, erste Gele. Gelegenheit in Kontakt zu kommen. Organisiert wurden die Spiele von den älteren Teilnehmern. Ein buntes Sportprogramm sowie ein gemeinsamer Grillabend schlossen sich an. An diesem Grillabend nahmen auch viele Ungarn, die an früheren Begegnungsmaßnahmen beteiligt waren, teil, sodass es ein großes Hallo und Wiedersehen gab.

Erstmals auf dem Programm stand in diesem Jahr der Besuch eines kleinen Dorfes nahe Hosszuheteny. Der auf deutsch Neuglashütten genannte Ort wurde 1760 von deutschen Einwanderern gegründet. Heutzutage leben dort noch 14 Menschen, darunter auch Deutschstämmige. Die deutschstämmige Bürgermeistern führte die Gruppe aus Deutschland durch das Dorf und gab Einblicke in seine Geschichte. Im Dorfgemeinschaftshaus fand schließlich ein gemeinsam von deutschen und ungarischen Jugendlichen gestaltetes Fest statt.

Auch ein Besuch der Hauptstadt Budapest stand in diesem Jahr auf dem Programm. Gemeinsam mit den Gastgebern besuchte man die historische Markthalle, Burg und Fischerbastei, genoss ungarische Spezialitäten und machte eine Stadtrundfahrt.

Besonderen Ausdruck fand die große Gastfreundschaft in der spontanen Einladung des örtlichen Metzgers, der den deutschen Gästen seinen Weinberg zeigte und abends zu einer Kellerführung einlud.

Weitere Programmpunkte waren eine Disco in der Schule von Hosszuheteny, der Besuch einer Abfüllanlage für Sodawasser sowie ein Diskussionsabend. Bei diesen konnten sich die Jugendlichen beim Thema „Flüchtlingspolitik in Ungarn und in Deutschland“ über ein sehr aktuelles Thema austauschen. Die Auswirkungen der momentanen Situation hatten die Jugendlichen aus Deutschland zuvor auch selbst erlebt, die Kontrollen an der ungarischen Grenze waren viel strenger als in den Jahren zuvor.

Die Reisegruppe machte sich schließlich nach einer erlebnisreichen Zeit auf der Heimreise Gedanken, wie sie die große Gastfreundschaft, die sie in Ungarn erleben durfte, beim Gegenbesuch im kommenden Jahr erwidern kann. hg

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